Fragen zur Garantiefallabwicklung
1. Was ist wenn der Patient den Zahnarzt wechselt?
2. Was wird von DeguProtect nicht übernommen?
3. Warum leistet DeguProtect nicht bei Verlust oder Fallenlassen?
4. Warum leistet DeguProtect erst 6 Monate nach Eingliederung?
5. Wie wird im Garantiefall die Neuanfertigung abgerechnet?
6. Warum werden andere Krankenversicherer in Vorleistung genommen?
7. Wie wird ein Garantiefall abgewickelt?
8. Wie wollen wir beweisen, worin die Ursache für den Mangel liegt?
9. Welche Unterlagen müssen im Garantiefall eingereicht werden?
10. Was ist im Garantiefall bei Arbeiten, die Komponenten anderer Hersteller (z.B. Geschiebe) enthalten?
11. Leistet DeguProtect auch wenn die Ursache für den Garantiefall in einer Fremdkomponente liegt?
12. Ein Gerüst wurde zu dünn modelliert und brach deshalb. Die Neuanfertigung wurde mit stärkerem Gerüst ausgeführt.
13. Eine Brücke muss erweitert werden, da ein Zahn extrahiert werden muss.
1. Was ist wenn der Patient den Zahnarzt wechselt?
Sie sprechen als Hersteller gegenüber dem Patienten eine Garantiezusage aus. Selbstverständlich kann der Patient den Zahnarzt wechseln, ohne seinen Garantieanspruch zu verlieren.
Garantieansprüche können jedoch nur gegenüber Ihrem Dentallabor geltend gemacht werden.
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2. Was wird von DeguProtect nicht übernommen?
DeguProtect leistet grundsätzlich dann, wenn sich Ihr Qualitätsversprechen nicht bewahrheitet hat. DeguProtect leistet nicht für Mängel oder Beschädigungen des Zahnersatzes, auf die Sie als Hersteller der Versorgung keinen direkten Einfluß haben.
Die Ausschlüsse finden Sie unter Ziffer 4 der Garantiebedingungen.
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3. Warum leistet DeguProtect nicht bei Verlust oder Fallenlassen?
Als Hersteller von hochwertiger Zahntechnik haben Sie und wir nur Einfluß auf unsere Produktqualität. DeguProtect soll diese Qualität zu Ihrem Kunden kommunizieren und das Risiko kalkulierbar machen. Auf den sorgfältigen Umgang mit den Produkten können wir nur gemeinsam mit Ihnen durch Hinweise zur korrekten Pflege und Handhabung des Zahnersatzes positiv einwirken - Kostenträger für eine regelmäßige Zahnersatzerneuerung soll DeguProtect nicht sein.
Zudem würde ein derartiges Garantieversprechen unter anderem gegen das Heilmittelwerbegesetz verstoßen.
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4. Warum leistet DeguProtect erst 6 Monate nach Eingliederung?
Mit DeguProtect soll das betriebswirtschaftliche Risiko aus der längeren Gewährleistungsdauer nach neuem Schuldrecht und der umfangreicheren Garantiezusage abgenommen bzw. kalkulierbar gemacht werden.
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5. Wie wird im Garantiefall die Neuanfertigung abgerechnet?
Nach den gültigen Leistungsverzeichnissen bzw. Gebührenordnungen. Entscheidend ist der Patientenstatus zum Zeitpunkt des Garantiefalles. Wenn Sie zum Beispiel heute eine zahntechnische Versorgung für einen Kassenpatienten hergestellt haben, und dieser nach 3 Jahren Privatpatient ist, so liquidieren Sie nach BEB und GOZ. Ist er zwischenzeitlich nicht mehr Privatpatient weil er in die gesetzliche Krankenversicherung gewechselt hat, liquidieren Sie nach BEL und BEMA bzw. ebenfalls BEB/GOZ für gleich- und andersartige Leistungen.
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6. Warum werden andere Krankenversicherer in Vorleistung genommen?
Der Patient bezahlt erhebliche Beiträge an seine Krankenversicherung. Mit DeguProtect wollen wir nicht die Krankenkassen von Ihrer Leistungspflicht entbinden und deren Kosten senken - aber die Mängel im Erstattungsverhalten der Versicherer von Ihren Patienten fernhalten.
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7. Wie wird ein Garantiefall abgewickelt?
So unbürokratisch und schnell wie nur möglich - innerhalb von 5 Werktagen nach Vorlage der notwendigen Unterlagen wird der Garantiefall reguliert. Sollte der Garantiefall eintreten, druckt das Dentallabor die Schadenmeldung zusammen mit dem "Fragebogen zum Garantiefall" aus. Der Patient wird wie gewohnt behandelt und mit den entsprechenden Krankenversicherern abgerechnet. Danach tragen Sie bitte die Höhe der verbleibenden Kosten in den Fragebogen ein und legen die Abrechnungsbelege bei. Sie erhalten dann von uns umgehend die entsprechende Ersatzleistung. Durch diese unkomplizierte Abwicklung hat Ihr Patient trotz der entstandenen Unannehmlichkeiten erneut die Bestätigung, das richtige Labor gewählt zu haben.
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8. Wie wollen wir beweisen, worin die Ursache für den Mangel liegt?
Gar nicht. DeguProtect ist verschuldensunabhängig konzipiert. In vielen Fällen ist es auch nicht möglich, die wahre Ursache festzustellen. Wir verlassen uns auf Ihre Aussage und die des behandelnden Zahnarztes - langwierige Gutachten sind unseres Erachtens nicht praktikabel. Der von uns beauftragte Dienstleister verfügt über langjährige Erfahrung in der Schadenbeurteilung.
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9. Welche Unterlagen müssen im Garantiefall eingereicht werden?
Im Garantiefall sind die folgenden Unterlagen dem Beauftragten der Firma DeguDent GmbH zur Verfügung zu stellen:
  • Ausgefüllter und vom Dentallabor unterzeichneter Schadenmeldebogen
  • Ausgefüllter und vom behandelnden Zahnarzt und Patient unterzeichneter Fragebogen 
  • Schriftlicher Nachweis über durchgeführte Kontrolluntersuchungen
  • Formlose Darstellung über den Umfang der zahntechnischen Arbeit sowie der Beschädigung
  • Falls möglich aussagekräftiges Bildmaterial der beschädigten zahntechnischen Arbeit
  • Die ursprüngliche Laborrechnung sowei die Laborrechnung für die Reparatur bzw. Neuanfertigung der zahntechnischen Arbeit
  • Die ursprüngliche zahnärztliche Liquidation sowei die Liquidation für die im Zusammenhang mit dem Garantiefall notwendige Behandlung
  • Leistungsabrechnugnen anderer Versicherer (gesetzliche Krankenversicherung, private Krankenversicherung oder Zusatzversicherungen) bzw. schriftliche Begründung der Leistungsverweigerung
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10. Was ist im Garantiefall bei Arbeiten, die Komponenten anderer Hersteller (z.B. Geschiebe) enthalten?
Kein Problem, sofern die Basis aus DeguProtect Legierungen bzw. die Basis aus CerconBase-, Cercon by Compartis- oder coCr by Compartis Einheiten ist.
Unsere Leistungszusage geht bis zu EUR 500.- je vom Dentallabor gegenüber dem Zahnarzt/Patient in Rechnung gestelltem Gramm DeguProtect Legierung, maximal jedoch EUR 10.000.
Für Einzelkronen und Inlays aus Edelmetalllegierungen sowie auf CerconBase-, Cercon by Compartis- oder CoCr by Compartis-Einheiten beträgt die Garantieleistung max. EUR 1000.- je Einheit.

Bitte beachten Sie diese Limits insbesondere bei Kombiarbeiten, die nur sehr geringe Mengen Edelmetall erhalten!
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11. Leistet DeguProtect auch wenn die Ursache für den Garantiefall in einer Fremdkomponente liegt?
Ja. Wenn der Hersteller der Fremdkomponente (z.B. Geschiebe) dafür haftbar gemacht werden kann, ist dieser zur Leistung verpflichtet. Meist bezieht sich deren Garantie jedoch lediglich auf das Bauteil selbst. DeguProtect übernimmt die Restkosten, so dass Ihr Patient von diesem Vorgang unbehelligt bleibt.
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12. Ein Gerüst wurde zu dünn modelliert und brach deshalb. Die Neuanfertigung wurde mit stärkerem Gerüst ausgeführt.
Die DeguProtect Garantie ist verschuldensunabhängig. DeguProtect leistet selbstverständlich auch für den Fall, das die Neuanfertigung in verbesserter Form ausgeführt wird. Dies ist auch gewünscht, um einem erneuten Garantiefall vorzubeugen!
Nicht übernommen werden die aus der Verbesserung entstehenden Mehrkosten, z.B. für den höheren Legierungsverbrauch.
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13. Eine Brücke muss erweitert werden, da ein Zahn extrahiert werden muss.
In einem solchen Fall handelt es sich um eine Veränderung der klinisch anatomischen Situation und nicht um einen Mangel an der zahntechnischen Versorgung. Da Sie in diesem Fall nicht aus Ihrer Garantiezusage in Haftung genommen werden können, besteht auch keine Leistung durch DeguProtect.
Sollte der Verlust eines natürlichen Zahnes auf einem Behandlungsfehler beruhen, fällt dies in den Bereich des Haftpflichtrechts.
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